Eine Website von

René Granacher

Willkommen auf der

Sinnenseite !

 

Schön, dass Sie hier sind!

Haben Sie genug von virtuellen Welten, künstlichen Gefühlen, Bildschirmsport, computergenerierten Ereignissen, Cyber-Sex und scheinbarer Kommunikation?

Nichts berührt wie eine wirkliche Sinneserfahrung.

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Einladung zum Hören

Es gibt ein Leben jenseits der Hitparade... Hier ein paar Beispiele für Sänger und Sängerinnen, deren Musik hörbar ist, eingängig - und eigenständig.

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Mike Batt, geboren am 2. Februar 1950 in Southhampton, erlernte als Kind das Klavierspielen. Nach der Schule spielte er in Bars und Pubs, bevor er von der englischen Plattenfirma Liberty Records als freier Komponist und Produzent unter Vertrag genommen wurde. Sein erster großer Erfolg war die Musik für die Wombles, eine britische Serie von Puppentrickfilmen, die in den 70er Jahren auch in Deutschland bekannt wurde. Mit der Komposition von "Bright Eyes" für Art Garfunkel gelang Batt sein erster Mega-Hit.

Nachdem er sich selbst das Arrangieren von Orchesterpartituren beigebracht hatte, veröffentlichte er 1977 sein erstes Solo-Album Schizophonia mit den Hits "The Ride to Agadir" und "The Walls of the World". Das London Symphony Orchestra dirigierte Batt bei der Aufnahme selbst. Zu dem Wüsten-Epos Caravans mit Anthony Quinn komponierte er den Soundtrack mit einigen Ohrwürmern und orientalisch angehauchten Instrumentalstücken, die seitdem vielerorts als Hintergrundmusik verwendet werden.

Für das Konzept-Album Tarot Suite arbeitete Batt mit Stars wie Rory Gallagher und Roger Chapman zusammen, in den ausgekoppelten Stücken "Lady of the Dawn" und "Run Like the Wind" bewies er wieder sein einmaliges Gespür für romantische Melodien und gefühlvolle Arrangements. Nach der Produktion des Albums Waves, das der Seefahrt gewidmet ist (Singles "The Winds of Change" und "Mona"), brach Mike Batt 1980 selbst zu einer Weltumseglung auf, die er nur unterbrach, um in Berlin das Konzeptalbum Six Days in Berlin aufzunehmen.

1982 komponierte und sang er in Australien das Musical Zero Zero (Single "Love makes you crazy") und arbeitete dann bis 1987 an der musical-ähnlichen Umsetzung einer Nonsens-Geschichte von Lewis Carroll: The Hunting of the Snark Auf der originellen Platte, die er mit Musikern wie Roger Daltrey, Art Garfunkel, Julian Lennon, Cliff Richard, George Harrison und Maggie Reilly einspielte, sind eine Fülle interessanter und eingängiger Titel versammelt.

Seitdem veröffentlichte Batt weitere Solo-Alben (Songs of Love and War und Arabesque) sowie Orchesterprojekte (Classic Blue und Philharmania), hatte die größeren Erfolge aber mit seinen Arrangements für die Geigerin Vanessa-Mae zu verzeichnen. Ein Stück "Gebrauchsmusik" von Mike Batt war viele Jahre im Deutschen Fernsehen zu hören: er komponierte die erste Titelmusik der Sendung "Wetten dass".

Zum Hineinschnuppern in Batts Werk gibt es mehrere "Best of"-Zusammenstellungen - doch macht man auch nichts falsch, wenn man Alben wie Schizophonia, Waves, Tarot Suite oder The Hunting of the Snark gleich im Ganzen genießt.

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Claire Waldoff repräsentiert wie kein anderer Künstler das Berlin der "goldenen 20er Jahre" mit all seinen Gegensätzen: eine blühende Kunst- und Literaturszene, Kabaretts, Revuen und Theater, auch eíne wachsende Halbwelt, ein verelendetes Proletariat und graue Hinterhofkasernen. Die Waldoff schaffte es, intellektuelle Krtiker ebenso zu begeistern wie die "einfachen Leute", Deutsche ebenso wie Ausländer. Nie zuvor war die "Berliner Schnauze" so auf die Bühne gebracht worden, nie hatte das Volk so einmütig einer Sängerin zu Füßen gelegen. Als kesser Typ mit feuerrotem Haar, emanzipierter Kleidung und burschikosem Tonfall war sie alles, was Berlin sein wollte.

Dabei war die "Berliner Jöre" Waldoff in Gelsenkirchen geboren, am 21. Oktober 1884. Sie begann als Schauspielerin in Pyrmont und Kattowitz, kam aber schon zu Beginn des neuen Jahrhunderts nach Berlin und spielte zunächst an einem kleinen Theater am Kurfüstendamm. Nach ersten Erfolgen wechselte sie zum Kabarett, wurde 1907 erst der Star am "Roland von Berlin", dann am Kabarett "Unter den Linden". Noch vor dem ersten Weltkrieg kamen die ersten Schallplattenaufnahmen und der Beginn der Künstlerfreundschaft mit Heinrich Zille, Tourneen im In- und Ausland machten Claire Waldoff bekannt.

Den Höhepunkt ihrer Karriere erreichte sie in den 20er Jahren, als sie zum Idol und Inbegriff Berlins wurde. Alle großen Theater rissen sich um sie. Da sie aber auch politisch kein Blatt vor den Mund nahm, wurde sie 1933 von den Nationalsozialisten mit Auftrittsverbot belegt. Da kein Theater sie mehr zu engagieren wagte, organisierte sie selbst noch einige Veranstaltungen, bevor sie sich 1936 nach Oberbayern zurückzog. Nach dem zweiten Weltkrieg war "ihr" Berlin zerstört, und die Zeit für freche und poetische Lieder vorerst vorbei. Claire Waldoff starb am 22. Januar 1957 in Bad Reichenhall.

Die Chansons und Couplets, mit denen die Waldoff mit ihrer unvergleichlichen Ausstrahlung das Publikum mitriss, sind ein bleibendes Denkmal der ewig jungen Sängerin. Die Volksphilosophie, die sich in den heiteren Texten spiegelt, hat nichts von ihrer Anziehungskaft verloren. Eine ganze Reihe von CDs dokumentieren heute die bekanntesten Titel und Evergreens der Stimme Berlins. Dazu zählen:
- Es gibt nur ein Berlin
- Hermann heeßt er
- Warum soll er nich mit ihr
- Die Radpartie
- Warum liebt der Wladimir jrade mir
- Ne dufte Stadt ist mein Berlin
- Wegen Emil seine unanständ'ge Lust
- Wer schmeißt denn da mit Lehm

Zum Reinhören empfohlen, auch und gerade für Nichtberliner!

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Einladung zum Sehen

Große Künstler gibt es im Museum, manchmal auch am Kiosk... und manchmal im Schuhgeschäft! Hier ein paar Beispiele:

Über den legendären Lurchi-Zeichner Heinz Schubel gibt es so viel zu sagen, dass ich dieses Thema ausgelagert habe auf eine spezielle

Lurchi-Seite

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Carl Barks, der als bedeutendster Comic-Zeichner des 20. Jahrhiunderts gilt, wurde am 27. März 1901 auf einer Farm in Merrill (Oregon) geboren. 1910 zog seine Familie nach Kalifornien, wo er mit ungefähr 10 Jahren zu zeichnen begann. Als seine Mutter starb, verließ er mit 15 die Schule, um seinem Vater auf der Farm zu helfen, zeichnete aber weiter und nahm an einem Fernkurs der "London School of Cartooning" teil. 1918 reiste er mit 100 Dollar nach San Francisco, um für Zeitungen zu zeichnen, kehrte aber 1920 zurück nach Oregon. 1923 heiratete er und betrieb seine Farm - musste sich dann aber wegen einer Dürre nach anderer Arbeit umsehen.

Er fand sie in Sacramento, wo er fünfeinhalb Jahre lang für den "Pacific Fruit Express" tätig war. 1928 trug sein beständiges Zeichnen erstmals Füchte: Er begann Cartoons an die humoristische Herrenzeitschrift "Calgary Eye-Opener" zu verkaufen. 1930 trennte er sich von seiner Frau und kehrte einmal mehr nach Oregon zurück. Als er 1931aufgrund der Wirtschaftskrise arbeitslos war, widmete er sich ganz dem Zeichnen und trat in Minneapolis in die Redaktion des "Calgary Eye-Opener" ein.
Der Wendepunkt seines Lebens kam 1936, als er sich um eine Anstellung bei Walt Disney bewarb und aus Basis einiger Testzeichnungen als Zwischenphasenzeichner akzeptiert wurde. Die Ideen, die er an die Comic-Abteilung des Hauses lieferte - neben seiner eigentlichen Tätigkeit des Zeichnens - waren aber so gut, dass Disney ihn stattdessen in die Storyboard-Abteilung versetzte, wo die Geschichten für Zeichentrickfilme entwickelt wurden. An 35 Kurzfilmen der Disney-Figuren war er beteiligt. 1942 produzierte er, wieder nebenbei, zusammen mit Jack Hannah das erste eigens gezeichnete Disney-Comic-Heft, mit der Serienbezeichnung Four Color Nr. 9 und dem Titel Donald Duck Finds Pirate Gold. Stilistisch wie erzählerisch steht diese Geschichte noch ganz in der Tradition der Donald-Zeichentrickfilme.

Am 6. November des gleichen Jahres verließ Barks den Disney-Konzern, zog nach San Jacinto östlich von Los Angeles und betrieb mit seiner zweiten Frau eine Hühnerfarm. Daneben verkaufte er weiterhin Zeichnungen an verschiedene Zeitschriften und begann schließlich 1943, für den Verlag Western Publishing Disney-Comics zu zeichnen, als erstes die Geschichte The Victory Garden, die in Walt Disney's Comics and Stories Nr. 31 erschien. Hatte er dabei noch das Skript eines anderen Autoren verarbeitet, so basierte schon die nächste Geschichte auf einer eigenen Idee.

Tatsächlich sind heute für die meisten Leser Barks' glaubwürdige und phantasievolle Geschichten ebenso wichtig wie seine ausdrucksstarken Zeichnungen. Auch die Figuren entwickelten sich weiter: aus dem unreifen, jähzornigen Donald der Zeichentrickfilme wurde eine "menschliche" Gestalt mit Stärken und Schwächen. Das zeichnerische und das erzählerische Talent, zwischen denen Barks bis dahin hin- und hergerissen war, konnte er in der Produktion von Comics erstmals zugleich ausleben. Entsprechend gut kam seine Geschichten an: Die Auflagen stiegen, Kinder und Erwachsene begeisterten sich gleichermaßen an den geistreichen Erzählungen. Anders als im Kinderbuch, das sich schon durch seine Sprache nur an eine bestimmte Altersgruppe richtet, gewährleisten im Comic ja die Bilder das Verständnis auch durch Kinder, so dass gute Comiczeichner der Geschichte in den Dialogen eine weitere Ebene hinzufügen können, die auch für Erwachsene eine interessante Lektüre ermöglicht.

Barks prägte für Jahrzehnte das Bild der Duck-Familie im Comic. Viele der Akteure hat er selbst erfunden, als er sie für bestimmte Handlungsstrukturen benötigte. So Onkel Dagobert (1947 für die Geschichte Christmas on Bear Mountain, Gustav Gans (1948), die Panzerknacker (1951) und Daniel Düsentrieb (1952). Aus jeder Figur schuf Carl Barks eine interessante, vielschichtige und unvergessliche Persönlichkeit, auch dank der ihm eigenen Fähigkeit, durch die Mimik eines Menschen- oder Entengesichtes sehr differenzierte Gefühle auszudrücken. Eine Fülle von heute legendären Comic-Geschichten entstanden im Laufe der Jahrzehnte. Viele Einflüsse aus Barks' vielfältigem Berufsleben finden sich in seinen Skripten wieder. Oft begann er, bekannte er später, den Aufbau einer Geschichte mit ihrem Ende, stellte sich also eine besonders reizvolle oder unglaubliche Situation für seine Figuren vor und überlegte dann, wie es dazu gekommen sein könnte. Barks Geschichten begründeten auch den Erfolg des deutschen Micky Maus-Heftes, wo sie noch durch die kongeniale Übersetzung von Dr. Erika Fuchs gewannen.

Am 30. Juni 1966 beendete Barks das Comic-Zeichnen, doch ganz konnte er es doch nicht lassen: 1968 begann er, Ölgemälde der Ducks zu produzieren. 122 davon hatte er fertiggestellt, als der Disney-Konzern ihm 1976 aufgrund der zunehmenden Spekulation mit den Werken die weitere Anfertigung verbot. Es hatte eine neue Entwicklung eingesetzt: Barks' Name, jahrzehntelang wohlgehütetes Geheimnis bei Disney, war bekanntgeworden, und der Zeichner konnte sich vor dem Ansturm von Fans aus aller Welt nicht mehr retten. Mehrere Generationen von Lesern, deren Leben er mit seinen Geschichten bereichert hatte, wollten ihrem Helden huldigen: Er wurde überhäuft mit Preisen, Ehrungen und Einladungen aus der ganzen Welt. Ebenso begehrt wie seine Gemälde wurden die Originalzeichnungen zu seinen Comics, die heute zu fünfstelligen Preisen pro Seite gehandelt werden.
Carl Barks starb, 99jährig, am 25. Oktober 2000. Seine Zeichnungen und Geschichten bleiben vielen Millionen von Lesern unvergesslich.

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Einladung zum Schmecken

Der Gaumenfreuden sind viele... Doch was wirklich gut schmeckt, das ist (ganz klar): Geschmackssache. Mir geht es hier um eine Spezialität, die süß ist (aber nicht zu süß), zugleich bitter (aber nicht zu bitter), zart (aber nicht weich) und einfach edel (aber nicht unbezahlbar). Es geht um feine Schokolade!

Mögen Sie Schokolade? Ich meine nicht die klebrigen, süßen Produkte, die sich zu Unrecht mit dieser Bezeichnung schmücken, die wenig Kakao und viel Zucker enthalten, die massenweise im Supermarktregal liegen - und dort auch bleiben sollten, statt Zähne und Figur ahnungsloser Käufer zu zerstören. Nein, richtige Schokolade. Gute Schokolade. Mit hohem Kakaoanteil und zartem Schmelz, die viele gesundheitsfördernde Stoffe enthält, die glücklich macht - und nicht dick. Diese Göttergabe existiert, aber sie liegt nicht für 89 Pfennige im Regal des Discount-Marktes.

Weil es bei diesem geschmackvollen Thema auch viel zu sehen, hören und entdecken gibt, finden Sie alles weitere auf meiner speziellen

Schokoladenseite

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Einladung zum Lesen

Ganz bescheiden stelle ich Ihnen hier als erstes meine eigenen Bücher vor. Zwei sind es bisher:

Ein Schwert für ein Leben erzählt eine Geschichte von der Rheininsel Kühkopf: die Erlebnisse einer Nacht, in der die Vergangenheit der Region wieder zum Leben erwacht. (1998 erschienen im Forum-Verlag Riedstadt, ISBN 3-9805630-6-5, Paperback mit 128 Seiten, DM 14,80)

Der Schinder ist ein spannender Kriminalroman aus dem hessichen Ried, zugleich aber auch politische Kleinstadt-Posse und Mediensatire... ein regionaler Bestseller, der durch seine Bezüge zu tatsächlichen Ereignissen viel Aufsehen erregt hat. (1999 erschienen im Forum Verlag Riedstadt, ISBN 3-9806490-5-9, Paperback mit 228 Seiten, DM 24,80)

Die Bücher sind über jede Buchhandlung zu beziehen, außerdem gibt es sie direkt beim Forum-Verlag (Telefon 06158/915056) - und natürlich bei mir.
Wer noch mehr von mir lesen will, sollte zur großen Regionalzeitung Südhessens greifen, dem Darmstädter Echo bzw. dem Schwesterblatt Heimatzeitung Groß-Gerau. Dort bin ich regelmäßig vertreten mit Berichten aus dem hessischen Ried, insbesondere aus meinem Wohnort Stockstadt am Rhein. Sie können nach meinen Artikeln auch online suchen, indem Sie als Suchbegriff mein Kürzel (gra) eingeben.

Wem das nicht reicht, der kann noch mehr von mir online lesen: bei www.ciao.com habe ich unter dem Kürzel "U008710" meine Meinung über verschiedene Bücher und auch andere Produkte hinterlegt, zur allgemeinen Erbauung. Liste ansehen

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Neidlos gestehe ich ein, dass es viel bessere Schriftsteller gibt als mich:

Dorothy L. Sayers, einer meiner Lieblingsautorinnen, habe ich gleiche eine eigene Website gewidmet: die

Sayers-Seite

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Ebenfalls sehr lesenswert:

Kurt Tucholsky
Er wurde am 9. Januar 1890 als Sohn eines jüdischen Kaufmanns in Berlin geboren. Ab 1909 studierte er Jura in Berlin und Genf, schrieb ab 1911 für die SPD-Zeitschrift "Vorwärts" und veröffentlichte 1912 den Kurzroman Rheinsberg - ein Bilderbuch für Verliebte, der sein erster großer Erfolg wurde. Unter den Pseudonymen Peter Panter, Theobald Tiger, Ignaz Wrobel und Kaspar Hauser war er ab 1913 fünffacher Mitarbeiter der "Weltbühne", einer Wochenzeitschrift, die er gemeinsam mit Siegfried Jacobsohn und dann mit dem späteren Friedens- Nobelpreisträger Carl von Ossietzky zu einem der wirksamsten publizistischen Instrumente der Weimarer Republik machen sollte.

1914 erschien eine Sammlung von Grotesken unter dem Titel Der Zeitsparer, im folgenden Jahr promovierte Tucholsky und wurde dann zum Kriegsdienst einberufen. Die Kriegserfahrungen machten ihn zum radikalen Pazifisten, mit seinem unermüdlichen Schreiben wurde er zu einem der bedeutendsten deutschen Satiriker und Gesellschaftskritiker des zwanzigsten Jahrhunderts. Ab 1924 lebte er als Korrespondent der "Weltbühne" und der "Vossischen Zeitung" in Paris. Tucholsky war ein Bonvivant, Liebhaber der Frauen und Prototyp des erfolgreichen Intellektuellen. Was ihn von anderen unterschied, war neben einem Mangel an Illusionsbereitschaft seine Fähigkeit zur Selbstkritik. 1927 erschien sein Reisebericht Ein Pyrenäenbuch, 1928 der Sammelband Mit 5 PS und 1929 das satirische Fotobuch Deutschland, Deutschland über alles. Der scharfsinnige Essayist und brillante Stilist gewann als geradezu prophetischer Warner vor dem militanten deutschen Nationalismus politische Bedeutung.

Tucholsky wanderte nach Schweden aus, 1931 erschien sein Roman Schloß Gripsholm. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wurden Tucholskys Bücher verbrannt, er selbst aus Deutschland ausgebürgert. Er sah seine Befürchtung von 1923 bewahrheitet: "Ich habe Erfolg, aber ich habe keine Wirkung." Nach dem Absturz Deutschlands in die Barbarei hatte er den Glauben an die Zukunft seines Heimatlands verloren und nahm sich am 21. Dezember 1935 im schwedischen Exil das Leben. Sein Grab liegt auf dem Friedhof Mariefred-Gripsholm.

Tucholskys Werk liegt heute in einer Gesamtausgabe und zahlreichen Auswahlbänden bei Rowohlt vor. Eine Mischung von politisch-satirischen wie auch humoristischen Texten bietet etwa der Band Sprache ist eine Waffe. Kostprobe

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Einladung zum Riechen

Das Riechen ist der archaische unter unseren Sinnen. Er steht direkt mit den ältesten Hirnregionen in Verbindung und kann daher ganz grundlegende Gefühle erzeugen, unter Umgehung all der "Filter" unseres Bewusstseins. Der Geruch eines Menschen lässt ihn sympathisch oder abstoßend erscheinen, interessant, fremdartig oder aufregend. Wenn wir jemanden "nicht riechen können", ist das oft ganz wörtlich zu nehmen... Oft nehmen wir den Duft, der in uns Gefühle auslöst, gar nicht bewusst war - und um so weniger können wir uns dagegegen wehren. Gerüche können auch urplötzlich Erinnerungen hervorrufen an Dinge, die wir längst vergessen hatten. Im Vorbeigehen werden wir von einem bestimmten Duft berührt, und für einen Moment sind wir wieder an einem Ort unserer Kindheit, an den wir seit Jahren oder Jahrzehnten nicht gedacht haben.

Haben Sie einen Lieblingsgeruch? Die Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten. Hier sind ein paar Vorschläge:
- Frisches Brot...
- Geröstete Erdnüsse...
- Die Luft am ersten Frühlingstag...
- Weihnachtsplätzchen...
- Alte Bücher...
- Das Haar einer schönen Frau...

Und was riechen Sie am liebsten? Lassen Sie mich Ihre Vorschläge wissen (riecher@granacher.de), dann nehme ich sie hier auf:

Joelle (Elsaß, Frankreich) mag besonders:
- Flieder, Nelken, Chrysanthemen...
- Weihrauch...
- Lavendel, Rosmarin, Pfefferminze, Salbei, Bohnenkraut...
- Davidoff Cool Water (for men)...

Ronald Krebs nennt als seine Favoriten:
- frisch geschlagenes Holz...
- das Bukett eines alten Côtes du Rhône...
- Currypulver...
- Fichtennadel-Badezusätze...
- Radiergummis, direkt unter die Nase gehalten... ("Diese Perversität zuzugeben kostet mich einige Überwindung!")

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Einladung zum Fühlen

(Wegen eines technischen Problems ist dieser Abschnitt vorübergehend nicht verfügbar... Bitte schauen Sie in einigen Tagen wieder vorbei!)

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Einladung zum Erleben

Sie kennen die Buchmesse.

Kennen Sie die Buchmesse?

Nein, diese Buchmesse kennen Sie nicht! Wenn Sie gerne lesen, dann lassen Sie sich überraschen von der Buchmesse im Ried !

Es gibt viel zu erleben!

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